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Tierpflege

 

Pflegeprodukte für Tiere

Repolar Phamaceuticals Oy ist ein finnisches Familienunternehmen, das auf dem Harz der Waldfichte (Picea abies) und dessen wirksamen Anteilen basierende Pflegeprodukte für Menschen und Tiefe untersucht, entwickelt, produziert und vermarktet.

Das Harz wird im Norden Lapplands in Handarbeit gewonnen, immer auf Natur Rücksicht nehmend. Das Harz wird ohne Erhitzen gereinigt und weiterverarbeitet. Auf diese Weise bleiben alle biologisch aktiven Substanzen des Harzes erhalten und die Endprodukte haben keine karzinogenen (für Krebs prädisponierend) Eigenschaften.

Alle von Repolar entwickelten und hergestellten Produkte basieren auf umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen sowie Anwendungserfahrungen. Das Unternehmen ist ISO 13485:2016 zertifiziert. Fertige Produktchargen werden vor der Freigabe zur Verteilung immer getestet.

Alle zur Ani-Serie gehörenden Tierprodukte basieren auf von Repolar in Finnland entwickelten und patentierten nicht klebrigen Harzlösungen in verschiedenen Stärken.

In vitro- Untersuchungen haben gezeigt, dass die Harzlösungen von Repolar gegenüber den typischerweise auf der Haut und in den Ohren Infektionen verursachenden Bakterien, Hefepilzen und sogar gegenüber den antibiotikaresistenten Bakterien, wie MRSP (Methizillin resistente Staphylococcus pseudintermedius) sehr breit tödlich wirksam sind.

Repolar- Pflegeprodukte für Tiere sind wirksam und unbedenklich sowohl im häuslichen als auch im professionellen Gebrauch. Um Allergien und Reizungen zu minimieren, haben die Produkte keine zusätzlichen Duft- oder Farbstoffe. Die Produkte sind ebenfalls frei sowohl von brennenden Säuren als auch von Alkoholen.

Die Tierprodukte von Repolar wirken lokal auf der Haut oder Schleimhaut, und der Gebrauch verursacht keine Wartezeiten aufgrund von Doping.

Repolar Pharmaceuticals Oy schätzt und unterstützt die finnische Arbeit und Wirtschaft. Dementsprechend verfügen alle unsere Produkte über das Avainlippu-Siegel für heimische Produkte.

Ohrenkrankheiten von Hunden und Katzen

Unsere beliebtesten Haustiere, sowohl Hunde als auch Katzen leiden ziemlich häufig an Ohrenkrankheiten. Zu den häufigsten zählen Ohrentzündungen, das Blutohr und unterschiedliche Wunden sowie Hautdefekte an Ohrläppchen. Typischerweise chirurgische Behandlung erfordernde Polypen und Tumore sind auch nicht selten. Entzündungen des Außenohres sind häufiger bei Hunden anzutreffen und sind auch einer der häufigsten Gründe für Tierarztbesuche.

Ohrentzündungen

Die Ohren von Hunden und Katzen kann man anatomisch genauso in Außen-, Mittel- und Innenohr unterteilen wie bei Menschen. Wenn von einer Ohrentzündung bzw. Otitis externa von Hunden oder Katzen gesprochen wird, bezeichnet man damit fast ausnahmslos eine akute oder chronische Entzündung des Außenohrs oder des Ohrläppchens und der Epithelschicht des Gehörgangs. Mittelohrentzündungen oder Otitis media und Innenohrentzündungen oder Otitis interna sind bei beiden Tierarten deutlich seltener.

Ursachen der Ohrentzündungen

Die Ursachen der Ohrenentzündungen werden in prädisponierend, primär, sekundär und perpetuierend eingeteilt.

Der Gehörgang des Hundes ist anfällig für Infektionen, weil die Anatomie einer L-Form gleicht. Es handelt sich um ein langes und enges rohrähnliches Gebilde, auf dessen Boden sich leicht Feuchtigkeit, Ohrwachs, Epithelien von der Oberschicht der Haut und Schmutz ansammeln. Dementsprechend sind die Bedingungen im Gehörgang eines Hundes günstig für das Wachstum von Infektionen verursachenden Bakterien und Pilzen.

Obwohl der Gehörgang von Katzen strukturell der des Hundes ähnelt, ist die Enge des Gehörgangs bei Katzen selten prädisponierend für Ohrentzündungen.

Außer der Struktur des Ohres gibt es auch andere für eine Ohrenentzündung prädisponierende Faktoren wie starker Haarwuchs, starke Absonderung der Ohrdrüsen, hängende Ohren, häufiges Schwimmen sowie eine zu häufige oder grobe Säuberung der Ohren. Diese prädisponierenden Faktoren erhöhen das Risiko von Außenohrentzündungen, aber verursachen sie normalerweise nicht.

Dafür verlängern oder verschlechtern die perpetuierenden Faktoren der Ohrentzündung die Entzündung des Gehörgangs. Die Veränderung des Mikroklimas im Gehörgang von trocken auf feucht oder pathologische Veränderungen als Folge von einer chronischen Infektion verhindern oder verlangsamen die Heilung der Ohrentzündung.

Primäre Ursachen für eine Ohrentzündung sind Allergien, Atopie, Fremdkörper, Läuse, hormonelle Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Verhornungsstörungen und Tumore.

Die häufigsten primären Ursachen für eine Außenohrentzündung bei Katzen sind Fremdkörper und Läuse. Bei Hunden wiederum ist die mit Abstand häufigste Ursache eine Allergie wie eine Nahrungsüberempfindlichkeit oder eine Atopie.

Sekundäre Ursachen sind bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen, die die primär verursachte Ohrentzündung verstärken oder verkomplizieren. Die häufigsten Mikroben, die bei Hunden Ohrentzündungen verursachen, sind Malassezia-Hefepilze und bei den Bakterien Staphylokokken. Die nächsthäufigsten Erkrankungsursachen sind Bakterien wie Streptokokken, Pseudomonas und Kolibakterien. Ohrentzündungen von Hunden sind sehr häufig eine Mischinfektion von Bakterien und Hefepilzen.

Prophylaxe der Ohrentzündungen

Gesunde und saubere Ohren von Haustieren muss man nicht säubern. Der Zustand der Ohren sollte allerdings bei allen regelmäßig kontrolliert werden, damit man aufkeimende Probleme rechtzeitig in den Griff bekommt, bevor eine Ohrentzündung sich chronifiziert. Das betrifft vor allem Hunderassen mit hängenden Ohren und solche, die viel schwimmen, bei denen häufig Ohrentzündungen vorkommen. Schmutzige Ohrläppchen und den Eingang zum Gehörgang kann man mit feuchten und qualitativ hochwertigen Pflegetüchern säubern. Es dürfen keine Fasern von den Tüchern im Ohr verbleiben.

Wenn das Haustier bereits Ohrentzündungen hatte, kann eine regelmäßige Säuberung mit einer Ohrwachs beseitigenden antimikrobischen Ohrlösung das Wiederauftreten und die Chronifizierung der Ohrentzündung verhindern. Der regelmäßig gesäuberte Gehörgang wird gelüftet und bleibt trocken, und die sich im feuchten und verschmutzten Milieu wohl fühlenden Erreger, können sich nicht vermehren.

Diagnose der Ohrentzündung und Befunde

Die Diagnose der Ohrentzündung wird auf der Grundlage der Symptomatik und der Befunde gestellt. Symptome einer Ohrentzündung sind Rötung, Schwellung, Juckreiz und Schmerz des Außenohres und des Gehörgangs, weswegen das Tier die Ohren kratzt, den Kopf schüttelt oder hängen lässt oder den Kopf schief hält. Im Gehörgang kann eitriges Sekret zu sehen sein, und das Ohr kann schlecht riechen. Vom Ohrsekret sollten Bakterien- und Pilzproben abgenommen werden, bevor das Ohr gesäubert, untersucht und behandelt wird.

Die Spiegelung oder Otoskopie bestätigt die Diagnose der Ohrentzündung. Wenn der Gehörgang voll mit Entzündungssekret ist, berührungsempfindlich, eng oder zugeschwollen ist, muss er vor der Spiegelung gespült und gereinigt werden, wenn nötig unter Narkose. Bei der Spiegelung kontrolliert der Tierarzt auch immer das Trommelfell. Wenn das Trommelfell beschädigt oder perforiert ist, soll man Ohrspülungen, deren Ototoxizität noch nicht sachgemäß geprüft ist, nicht verwenden. Eine ototoxische bzw. für das Ohr giftige Ohrspülung schädigt das empfindliche Mittel- und Innenohr des Hundes und verursacht häufig Hörschaden.

Behandlung der Ohrinfektion

Die regelmäßige und gründliche Säuberung des Ohrläppchens und des Gehörgangs ist sehr wichtig bei der Behandlung der Ohrentzündung des Tieres. Eine gute Ohrspüllösung beseitigt effektiv Ohrwachs, Schmutz und Entzündungssekret und verhindert das Wachstum von Bakterien und Hefepilzen.

Um die Entwicklung und Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterienstämmen zu verlangsamen, muss man mit der Therapie mit Antibiotika verantwortungsvoll umgehen. Die Wahl des bei dem Tier verwendeten Antibiotikums sollte immer auf die Resultate und Empfindlichkeitsangaben einer Bakterien- und Pilzkultur basieren. Die richtige Dosierung wird durch die niedrigste wirksame Dosis bzw. durch den MIC-Wert bestimmt. Die Säuberung der Ohren mit einer Ohrlösung ist notwendig sowohl während einer lokalen als auch einer systemischen Behandlung mit Medikamenten.

Blutohr

Wenn das Tier seinen Kopf schüttelt oder das Ohr stark kratzt, können die Blutgefäße des Ohres geschädigt werden. Das mit Blut vermischte Sekret sammelt sich zwischen dem Knorpel und der Haut als Bluterguss. Dieser Bluterguss im Ohrläppchen wird als Blutohr bzw. Othämatom bezeichnet. Es gibt viele Ursachen für ein Blutohr, aber meistens wird es durch Kratzen bei Juckreiz aufgrund einer Ohrentzündung oder aufgrund von Läusen verursacht. Die Ursache kann auch eine ernsthafte Erkrankung sein, die die oberflächlichen Blutgefäße schwächt, so dass die Ursache immer abgeklärt werden sollte. Ein Blutohr kann außer bei Hunden und Katzen auch bei Kaninchen vorkommen. Tiere mit langen hängenden Ohren haben ein größeres Risiko, an Blutohr zu erkranken, als Tiere mit spitzen Ohren.

Die Behandlung eines Blutohres besteht darin, das Blut auszuräumen und ein Rezidiv zu verhindern. Wenn das Blutohr nicht ausgeräumt wird, wird das Ohrläppchen oft faltig vernarben. Das missgebildete, vom Blutohr vernarbte Ohrläppchen wird Blumenkohlohr genannt.

Um den Bluterguss auszuräumen gibt es mehrere unterschiedliche Techniken. Oft, wenn das Blutohr zum ersten Mal auftritt, wird das Ausräumen mit einer Nadel und einer Spritze durchgeführt. Danach sollte der Hohlraum ausgespült werden, um das Rezidivrisiko zu minimieren. Häufig wird der Hohlraum auch am Ende mit Kortison oder mit einer antimikrobischen, die Reizung lindernden Spülung gefüllt. Wenn ein Rezidiv auftritt, wird es meistens chirurgisch saniert. Für die chirurgische Entleerung gibt es mehrere unterschiedliche Techniken.

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Entzündung der Analdrüsen des Hundes

Hunde haben zwei kleine Duftdrüsen auf beiden Seiten des Afters. Beide Drüsen produzieren eine kleine Menge eines sehr stark riechenden Sekrets. Wenn der Hund Kot absetzt, wird Druck auf die Drüsen ausgeübt und eine kleine Menge des Sekrets ausgeschieden, um den After zu schmieren.

Ursachen und Symptome der Entzündungen von Analdrüsen bei Hunden

Die Analdrüsen können sich aus verschiedenen Gründen entzünden. Zum Beispiel bei großen Ausscheidungen oder Verstopfung, einem schlechten Zustand der Analmuskeln, chronisch weichem Stuhl oder kürzlich erlittenen Durchfälle. Häufig ist der After geschwollen, gerötet und schmerzhaft, woraufhin der Hund den Bereich leckt oder sein Hinterteil am Boden entlang zieht. Typischerweise wird der Stuhlgang weich, und der Eigentümer bemerkt einen faulen fischähnlichen Geruch aus dem After des Hundes.

Diagnose der Entzündung der Analdrüsen von Hunden

Die Diagnosestellung startet indem der Tierarzt das Tier untersucht. Der Gesundheitszustand des Hundes und mögliche mit dem Problem zusammenhängende Vorfälle werden geklärt. Wenn nötig, werden Blut- und Urinproben entnommen, damit andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Die vergrößerten Analdrüsen werden untersucht, und eine Probe des Sekrets kann ins Labor zur Kultur eingeschickt werden.

Behandlung der entzündeten Analdrüsen bei Hunden

Zuerst müssen die entzündeten Analdrüsen geleert und sauber gespült werden. Dies wird am besten in der Praxis eines Tierarztes durchgeführt, wenn nötig unter Narkose. Danach wird eine zur Säuberung und Pflege der Analdrüsen gedachte antimikrobische und die Schleimhaut beruhigende Lösung in den Analbeutel gespritzt. Manchmal wird auch eine orale Antibiose verordnet. Verstopfte und entzündete Analdrüsen können eitern, was ein Durchstechen erfordert, damit das Sekret entfernt werden und eine Spülung durchgeführt werden kann. Die Wunde wird offen gelassen, damit sie von innen her heilen kann, und soll täglich mit einer antimikrobischen und die Reizung lindernden Lösung gespült werden. Der behandelnde Arzt gibt Anweisungen zur Pflege. Bei chronischen Analdrüsenentzündungen kann der Tierarzt die Drüsen komplett entfernen.

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Entzündung der Vorhaut beim Hund

Die Vorsteherdrüse des Rüden produziert ununterbrochen Sekret, das mit den in den Hoden produzierten Spermien in den Samenleitern zusammenfließt. Die Absonderung aus der Vorhaut ist daher bei Rüden völlig normal, und manche Rüden sondern sogar sehr viel ab. Die Menge hängt u.a. vom Testosteronspiegel ab und vom Geruch der sich in der Nähe bewegenden läufigen Hündinnen.

Ursachen und Symptome einer Vorhautentzündung beim Hund

In der sog. Vorhauttasche sammeln sich leicht Schmutz und Sekrete. Eine Reizung oder eine leichte Entzündung ist bei Rüden relativ häufig, vor allem bei 1/2-2- jährigen Tieren. Hinweise für eine Vorhautentzündung sind gelblich grüne Sekretflecken, schmutzige Haare um den Penis herum und der Drang des Rüden, seinen Penis lecken. Manchmal verursachen sowohl das Sekret als auch das Lecken eine Reizung der Vorhaut. Diese leichten Entzündungen schaden dem Hund meistens nicht. Ein Problem sind oft die von Tröpfchen verursachten Flecken, die der Hund in seiner Umgebung hinterlässt. Bei kastrierten Hunden kommt es nur selten zu dieser Art bakterieller Entzündungen.

Diagnose der Vorhautentzündung beim Hund

Wenn der Ausfluss stark zu riechen beginnt, die Vorhaut anschwillt oder schmerzhaft wird, der Hund Fieber (über 39,5°C im Rektum) bekommt, er beim Wasserlassen Schmerzen hat oder andere Symptome einer Entzündung auftreten, sollte man zum Tierarzt gehen. Der Tierarzt untersucht das Tier und stellt fest, dass es sich um eine Vorhautentzündung und nicht um eine Prostatitis, einen Harnwegsinfekt oder gar einen Tumor handelt.

Behandlung der Vorhautentzündung beim Hund

Das Kastrieren des Rüden beendet die Spermaproduktion, weil die Hoden und Nebenhoden entfernt werden. Die Vorsteherdrüse bleibt erhalten, aber deren Funktion ebbt auch ab, da der Testosteronspiegel sinkt. Das Kastrieren ist eine Möglichkeit, die Absonderung zu beenden, aber auch durch Spülungen der Vorhaut kann die Symptomatik behandelt werden. Die Vorhaut kann von innen mit einer Spritze mit in Apotheken oder Tierarztpraxen erhältlichen antimikrobischen Lösungen gespült werden. Viele Antiseptika sind unverdünnt zu stark für die Schleimhaut. Die Lösungen werden nach Anweisung des Arztes verdünnt. Die Spülungen werden täglich einige Tage bis zwei Wochen oder je nach Symptomatik durchgeführt. Manchmal kann bei schwereren Entzündungen eine Antibiose zusätzlich zu den Spülungen notwendig sein. Eine gute Hilfe für den Alltag ist die Benutzung von Schleimhaut schonenden Pflegetüchern. Mit fusselfreien Tüchern können die Falten sowohl der Vorhaut als auch der Vulva leicht und schnell gereinigt werden. Da die Absonderung der Vorhaut mit der hormonellen Situation zusammenhängt, wird sich das oft von allein beruhigen, wenn der Hund älter wird.

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Hautprobleme von Hunden und Katzen

Laut Untersuchungen sind gut ein Fünftel der Probleme in einer Kleintierpraxis Hautprobleme. Die häufigsten Gründe für einen Tierarztkontakt waren bei Hunden Ohrentzündungen, eitrige Hautentzündungen, Verstopfungen der Analdrüsen, Flohbefall und atopische Ekzeme. Typische Beschwerden bei Katzen waren Abszesse, Flohbefall sowie Ohrentzündungen.

Ursachen der Hautprobleme

Die Ursachen für Hauterkrankungen werden in prädisponierend, primäre, sekundäre und perpetuierend eingeteilt. Diese Einteilung ist von den Ohrentzündungen bekannt. Von den oben aufgelisteten häufigsten Hautproblemen sind sowohl die Ohrentzündungen als auch eitrige Hautinfektionen fast immer als sekundär einzustufen. Sie sind die Folge von irgendeiner Primärerkrankung wie Allergie. Es ist deswegen ausgesprochen wichtig, die primäre Ursache der Erkrankung zu finden und zu behandeln, um ein Infektrezidiv zu verhindern.

Eitrige Hautinfektionen bwz. Pyodermien und deren Behandlung

Pyodermien werden je nach Tiefe in Oberflächenpyodermien (oberflächlich), oberflächliche Pyodermien (mittig) und tiefe Pyodermien (tief) eingeteilt.

Die Oberflächenpyodermie beschränkt sich auf die obersten Zellschichten der Epidermis bzw. stratum corneum. Typische Oberflächenpyodermien sind Hot Spot bwz. pyotraumatische Dermatitis und Hautfalteninfektionen bzw. Hautfaltenpyodermien (Intertrigo).

Die oberflächliche Pyodermie reicht tiefer als die Oberflächenpyodermie, ist aber trotzdem auf die Epidermis begrenzt und hat nicht die Basalmembran durchbrochen. Beispiele sind Impetigo und dessen tiefere Form Ecthyma sowie die oberflächliche Haarfollikelentzündung (Follikulitis).

Bei der tiefen Pyodermie durchbricht die Infektion die Epidermis und erstreckt sich auf die Dermis und erreicht manchmal auch tiefere Gewebe. Furunkulose und Cellulitis sind tiefe Pyodermien.

Eine lokale Therapie wie Rasieren, Säubern und eine lokale antimikrobische Behandlung (Shampoos, Gels, Salben, Puder, Sprays, Tücher) sind bei allen Pyodermieformen wichtig. Manchmal sind Hot Spots, Hautfaltenentzündungen, Impetigo und leichte oberflächliche Haarfollikelentzündungen mit lokaler Therapie genügend behandelt. Auch bei anderen Formen der Pyodermie fördert eine lokale Behandlung die Heilung und verhindert ein Rezidiv. Jedenfalls muss man daran denken, dass es manchmal notwendig ist, eine systemische Antibiose zu verabreichen, die nach Möglichkeit erst nach Erstellung eines Antibiogramms gewählt wird. Die lokale Therapie hat mehr an Bedeutung gewonnen, nachdem sich MRSP-Infektionen (Methicillin-resistente Staphylococcus pseudintermedius) mehr verbreitet haben. Es ist nicht immer möglich, ein wirksames systemisches Antibiotikum für die Therapie der von MRSP verursachten Infektion zu finden.

Es ist auch sinnvoll, auf die Ernährung des Tieres zu achten, besonders auf die Einnahme von Fettsäuren.

Hot Spot bzw. akute pyotraumatische Dermatitiden

Hot Spot ist eine plötzlich auftretende eitrige Hautinfektion, die meistens dadurch auffällt, dass die Fellhaare des Tieres zusammenkleben. Am Anfang bekommt die Haut eine Läsion: z.B. eine kleine Wunde, einen Insektenstich oder Zeckenbiss. Die auf der Haut auch normalerweise lebenden Staphylokokken – am häufigsten S. Pseudintermedius-Bakterien – fangen an, sich um die Läsion zu vermehren. Eine warme und feuchte Umgebung bietet ideale Bedingungen für das Wachstum von Bakterien und Hefepilzen. Hot Spot kommt deswegen am häufigsten im Sommer vor, bei Hunden mit langen Haaren oder dichtem Fell und bei Hunden, die gern schwimmen. Auch Allergien und Läusebefall begünstigen das Entstehen von Hot Spot beim Hund. Eitrige Hautinfektionen können überall auf der Haut des Hundes vorkommen, aber am häufigsten sind die Bereiche um Kopf und Hals betroffen.

Man kann versuchen, die Symptome des Hot Spots zu Hause zu behandeln, aber häufig wird der Besuch beim Tierarzt doch notwendig. Ein Hot Spot ist meistens eine sehr schmerzhafte und juckende Hautinfektion. Um die Ausbreitung der Hautinfektion zu verhindern, ist es sehr wichtig, den Bereich der Läsion vor Lecken und Kratzen zu schützen, zum Beispiel mit einer Halskrause. Aber den Bereich mit Verband abzudecken, sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Alle auch atmenden Verbände verlangsamen die Wundheilung.

Die Haare müssen im ganzen Infektgebiet sowie etwa 1-2 cm breit im Gesunden kurz geschnitten werden. Damit kann der Ausmaß der Infektion sichtbar werden und die Oberfläche der Haut wird besser belüftet. Nach der Beseitigung der Haare ist auch die Reinigung der Haut leichter. Man sollte den Bereich durchschnittlich 2 Mal die Woche mit einem antiseptischen Shampoo waschen. Das Shampoo soll je nach Produkt etwa 10 Minuten auf der Haut bleiben, damit die wirksamen Substanzen wirken können. Zusätzlich zu der antimikrobischen Wirkung beseitigt das Shampoo u.a. Schuppen, Entzündungssekret und Schmutz von der Haut und beruhigt die gereizte Haut. Die tägliche Säuberung wird mit einer nicht brennenden Lösung oder mit Pflegetüchern durchgeführt. Nach dem Waschen wird die Haut getrocknet und entweder mit einem beruhigenden und juckreizlindernden Wundspray besprüht oder mit einer dünnen Schicht Wundsalbe bedeckt.

Manchmal bildet sich ein dicker Schorf auf der Infektstelle, unter dem sich noch Eiter befindet. Solche Schorfe können die Heilung beeinträchtigen und sollten deswegen vorsichtig entfernt werden. Um die Schorfplatte etwas zu erweichen, kann man Wundsalbe oder vielleicht sogar Kokosöl für eine kurze Zeit auftragen. Auch pflegende Wäschen mit Shampoo erweichen die Schorfe und erleichtern dadurch deren Entfernung. Nach Entfernung der Schorfe wird ein auf Öl basierendes Wundspray die trockenen Wundränder befeuchten und den Juckreiz und die Reizung in dem Bereich lindern.

Hautfalteninfekt bzw. Hautfaltenpyodermie (Intertrigo)

Unter optimalen Bedingungen muss die Haut sauber, trocken und belüftet sein. Manche Katzen- und Hundrassen oder manche übergewichtigen Tiere haben zusätzliche Hautfalten im Fell. In diesen Hautfalten liegt die Haut fest aufeinander und wird leicht wund gescheuert. Da die feuchte und warme Hautfalte nicht belüftet ist, entsteht ein Problem. In den Hautfaltenentzündungen stellt man typischerweise eine von dem Hefepilz Malassezia pachydermatis verursachte Infektion fest, allein oder zusammen mit einer bakteriellen Infektion. Die gängigsten Stellen für Hautfalteninfektionen sind die Pfoten/Zehenzwischenräume, Lippenfalten, Nasen-/Schnauzfalten, Schwanzfalte, Vulvafalten und Leisten.

Zur Linderung der Reizung und des Juckreizes der unbelüfteten Hautfalten sind Waschen und lokale Pflegeprodukte wichtig. Das Waschen mit antiseptischen Shampoos reduziert die Anzahl der auf der Haut lebenden Mikroben und beseitigt Schmutz, totes loses Fell, Schuppen, Schorfe und Wundsekrete. Wenn die Haut des Tieres trocken und schuppig ist, sollte man als pflegendes Shampoo ein Produkt wählen, das auch feuchtigkeitsspendende Eigenschaften besitzt. Man muss nicht immer das ganze Tier waschen. Die Pflegeshampoos eignen sich auch zur Pflege von lokalen Problemzonen, wie zum Beispiel der Pfoten. Die infizierten Hautareale können mit lokal antibakteriellen und Wachstum von Hefen begrenzenden Pflegetüchern, Wundsprays und Wundsalben behandelt werden. Pflegetücher sind besonders praktisch bei regelmäßiger Reinigung von schwer zugänglichen Hautarealen. Qualitativ hochwertige Tücher fusseln nicht und brennen auch nicht auf empfindlicheren Hautstellen. Gute Resultate werden bei der Prophylaxe von Entzündungen auch mit Talk-/Puderprodukten erzielt, die die Haut trocken halten. In manchen Fällen ist die Lokalbehandlung nicht erfolgreich, sodass auf chirurgische Sanierung zurückgegriffen werden muss.

Pododermatitis

Hautinfektionen an Pfoten kommen sehr häufig vor. Symptome können sowohl auf dem Fell, auf der Unterfläche der Pfoten als auch auf den Nägeln vorkommen. Teils durch Schwitzen und teils durch Lecken entstandene feuchte Zehenzwischenräume sind eine ideale Umgebung für Bakterien und Hefen. Außerdem sind die Pfoten draußen Kälte und Hitze, Sand, Steinen, Straßensalz und anderen Fremdkörpern ausgesetzt. Wenn das Tier zusätzlich übergewichtig ist, gibt es zahlreiche Risikofaktoren für Pfoteninfektionen. Bei den oberflächlichen Infektionen ist die Haut der Pfoten typischerweise gerötet, feucht und riecht stark. Möglicherweise humpelt das Tier. Wenn sich an den Pfoten schmerzhafte und tiefe Beulen oder blasenartige Gebilde (Furunkel) befinden, wird von einer Furunkulose gesprochen. Wenn Furunkel einmal aufgetreten sind, gibt es keine einfachen Methoden, das Problem in den Griff zu bekommen. Zur Prophylaxe und für die Behandlung versucht der Tierarzt, den ursprünglichen Grund der Infektion zu finden. Leider sind aber die Ursachen für Pfoteninfektionen zahlreich: u.a. Atopie, Allergien, Autoimmunerkrankungen (z.B. Pemphigus), Endokrinopathien (z.B. Unterfunktion der Schilddrüse), Parasiten, Tumore, Fehlstellungen der Füße sowie Traumen / Fremdkörper / reizende Stoffe. Da die Ursache einer Pododermatitis nicht immer gefunden wird, müssen nur die Symptome behandelt werden und viele unterschiedliche Medikamente ausprobiert werden. Kürzen der Haare, Waschen und Trocknen der Pfoten, Verhindern des Leckens sowie eine lokale antimikrobische Behandlung (Pflegeshampoo, Pflegetücher, Wundsalbe) sind die Eckpfeiler der Pflege zu Hause.

Raue und rissige Unterseiten der Pfoten können am besten mit einer unter feuchten Bedingungen gut haftenden, wasserlosen Wundsalbe geschützt und gepflegt werden.

Atopische Dermatitis

Atopische Dermatitis bzw. Atopie ist eine Form von Allergie. Dabei hat sich das Tier gegen Allergene aus der Umgebung sensibilisiert, wie Menschen- / Tierschuppen, Pollen, Schimmel sowie Hausstaub- und Vorratsmilben. Eine ähnliche Hautsymptomatik verursachende Hauterkrankung ist die der Atopie ähnliche Dermatitis. Der Unterschied ist, dass man bei dieser Krankheit nicht weiß, auf was das Tier allergisch reagiert. Die Behandlung der Erkrankungen unterscheidet sich nicht voneinander. Die einzige Ausnahme ist die Desensibilisierung, die nur bei Tieren durchgeführt werden kann, bei denen die Allergene bekannt sind.

Ein typischer an Atopie leidender Hundepatient ist ein 6 Monate – 3 Jahre alter Spaniel, Retriever oder Terrier. Beim Tierarzt sieht man typischerweise die Symptome Juckreiz, Rötung der Haut und stark riechende Ohren. Bei der Untersuchung stellt man eine von Bakterien und Hefepilzen verursachte Infektion in den Ohren fest, aber diese Infektion ist sekundär entstanden. Als tatsächliche Ursache für die Symptome stellt sich heraus, dass der Hund an der am häufigsten bei Hunden auftretender Hauterkrankung leidet, nämlich an lebenslanger atopischer Dermatitis.

Die Symptome der Atopie sind mannigfaltig. Juckreiz kommt jedoch am häufigsten vor. Manchmal nur lokal, wobei das Tier manchmal am ganzen Körper Juckreiz hat. Kratzen und Lecken der symptomatischen Hautbereiche verschlechtert seine Situation. Häufig leiden die an Atopie erkrankten Hunde an sekundären Bakterien- und / oder Hefeinfektionen. Die häufigsten Problemzonen sind Pfoten, Ohren, Lippen, Augenumgebungen, Hals, Leisten und der Bereich unter dem Schwanz. Zusätzlich zu Juckreiz und Rötung kann die Haut schuppig, dicker oder pigmentiert sein. Gesteigerte Talgabsonderung, Schorfentwicklung und haarlose Hautareale sind typische Befunde. Manchmal können der dauernde Juckreiz und der daraus resultierende Stress das Verhalten des Tieres gereizter machen. Da eine Nahrungsmittelallergie sowie Läuse eine ähnliche Symptomatik verursachen können, müssen diese als Ursache vor dem Behandlungsbeginn ausgeschlossen werden.

Das Vermeiden der Allergene in der Umgebung ist selten vollständig möglich, aber die Symptome der atopischen Haut können trotzdem auf viele unterschiedliche Weisen gelindert werden. Oft muss man bei der Behandlung eines atopischen Hundes auf viele unterschiedliche individuell zusammengeschusterte Kombinationstherapien zurückgreifen.

Die Sauberkeit der Umgebung ist einer der wichtigsten Aspekte für das Wohlbefinden der atopischen Hunde. Zusätzlich zu der Grundreinigung des Heimes sollte man daran denken, den Liegeplatz des Hundes regelmäßig zu reinigen (Wäsche am besten bei 60°). Auch regelmäßiges Waschen lindert die Symptomatik der meisten Tiere. Mit Shampoo werden Allergene, Staub, Gerüche, Schmutz und totes, loses Haar von der Haut und vom Fell beseitigt. Zusätzlich beeinflussen manche der therapeutischen Pflegeshampoos die Anzahl der Mikroben auf der Haut und beseitigen Schuppen, Schorfe und Wundsekrete. Da die Atopikerhunde häufig gewaschen werden müssen, ist es ratsam, ein Pflegeshampoo zu wählen, das auch feuchtigkeitspendend und beruhigend wirkt. Wenn die Hautprobleme auf einen bestimmten Bereich begrenzt sind (zum Beispiel Augen, Ohren, Pfoten, Leisten und Intimbereich), sind Pflegetücher eine praktische Hilfe, um die einzelnen Bereiche zu reinigen.

Es ist wichtig, gleich von Anfang an auf die Ernährung eines an Atopie erkrankten Tieres zu achten. Essentielle Fettsäuren als Zusatz zum Essen stärken den Schutzwall der Haut und reduzieren die Schuppung der Haut. Bei den Vorratsmilbenallergikern wird empfohlen, das Trockenfutter vor dem Essen zu gefrieren.

Zusätzlich zum vorher Erwähnten können zur Linderung der Allergiesymptome auch Spritzen mit Juckreiz hemmenden Medikamenten, orale Medikation (u.a. Chemotherapeutika, Kortison, Antihistaminika) sowie verschiedene topische Therapien: Gels, Salben, Emulsionen, Tropfen, Sprays, Puder, Tücher und Shampoos verwendet werden. Auch ein Pflegeshampoo kann zum Waschen von lokal gereizten Stellen benutzt werden.

Die Idee der Desensibilisierung basiert darauf, die eigene Immunabwehr des Tieres stufenweise an die Allergiesymptomatik verursachenden Allergene zu gewöhnen. Die Voraussetzung für die Desensibilisierung ist demzufolge die Kenntnis darüber, auf was das Tier allergisch reagiert. Auf der Basis von Hauttests, Blutwerten und anderen Hintergrundinformationen wird für das zu behandelnde Tier eine individuell hergestellte Desensibilisierungslösung bereitgestellt. Verabreicht wird die Lösung entweder oral oder als Spritzen. Die Behandlung erfordert Ausdauer, da die Resultate erst mehrere Monate nach Beginn der Behandlung beurteilt werden können. Bei etwa 50-60 % der Tiere reduziert die Desensibilisierung die Hautsymptomatik deutlich und dadurch auch den Bedarf an Medikation. Wenn die Desensibilisierung wirkt, wird lebenslang behandelt. Nur die Intervalle der Dosen verringern sich mit der Zeit.

Die allergische Dermatitis eines Tieres kann nicht geheilt werden, aber die Symptome können gelindert werden, und man kann versuchen, das Auftreten von neuen Symptomen zu verhindern. Obwohl die Behandlung des Tieres häufig sehr anspruchsvoll ist, hat man doch angenommen, dass sie eine große Bedeutung für die Lebensqualität sowohl für das Tier als auch für die ganze Familie hat. Wichtige Teilfaktoren der Behandlung sind das Erkennen der Allergene und nach Möglichkeit deren Vermeidung, gute Hygiene der Haut, des Fells und der Umgebung, Verbesserung der Schutzschicht der Haut, Verringerung der Hautveränderungen und des Juckreizes sowie Desensibilisierung.

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Wunden

Die typischen Symptome einer akuten Wunde sind Schmerz und Blutung. Als erste Hilfe wird versucht, die Blutung zu stoppen und die Wunde sauber zu halten: damit kann die mögliche Mikrobenkontamination verhindert und das Risiko einer Wundinfektion verringert werden. Nach der ersten Hilfe ist es wichtig, optimale Bedingungen für die Heilung zu schaffen. Eine verschmutzte Wunde muss zumindest gespült, wenn nötig auch mechanisch gereinigt werden. Die Säuberung der Läsion zu Hause sollte mit der Dusche mit viel lauwarmen Wasser vorgenommen werden. Bei Wunden an den Pfoten sollte man daran denken, dass Fremdkörper beteiligt sein können. Der Tierarzt ist die richtige Person, um eine Wunde mechanisch zu reinigen und mögliche Fremdkörper zu entfernen. Nach der Säuberung wird die Haut getrocknet und eine wasserlose, antimikrobische Wundsalbe oder wahlweise flüssigeres Wundspray auf die Wunde aufgetragen. Die Wunde wird je nach Notwendigkeit mit sauberen und möglichst atmungsaktiven Wundverbänden abgedeckt. Normalerweise versuchen die Tiere, ihre Wunden zu lecken. Das Lecken sollte verhindert werden, z.B. mit einer Halskrause. Der Speichel des Tieres verlangsamt und kann sogar die Heilung der Wunde verhindern. Die Diagnose und die Behandlung von Tierwunden entsprechen weitgehend derjenigen von Menschen. Weitere Informationen siehe „Produkte für Menschen“ und „Allgemeines über Wundbehandlung“.

Die häufigsten Wunden bei Hunden und Katzen sind Bisse / Kampfwunden, Schnittwunden und Stichwunden. Bisse und Stichwunden können unberechenbar sein. Die Wunde kann klein sein, aber unter der Haut kann die Gewebeläsion viel größer sein. Als Faustregel sollte man sich merken, dass wenn die Wunde nach ein Paar Tagen nach der Behandlung zu Hause nicht besser wird, sollte man doch zum Tierarzt gehen. Auch tiefe, stark blutende, schmerzhafte, entzündete Wunden in Gelenk- und Augenbereichen erfordern die Behandlung durch einen Tierarzt.

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Insektenstiche

Viele verschiedene Insekten können das Tier stechen. Die Stiche von Wespen, Hummeln und Bienen können sogar eine sehr starke Schwellung und Schmerzen an der Stichstelle verursachen. Das Tier versucht in dem Fall, die Stichstelle zu lecken oder zu kratzen und ist oft unruhig. Als Lokalbehandlung wird die Haut gereinigt, wenn nötig der Stachel aus der Haut entfernt sowie eine beruhigende und antiseptische Wundsalbe aufgetragen. Manche kortisonhaltigen Tabletten gegen Schlangenbisse können dem Tier unter Anleitung des Tierarztes gegeben werden. Wenn die Atmung des Tieres durch die Schwellung beeinträchtigt ist, muss man sofort zum Tierarzt gehen.

Eine antiseptische Wundsalbe oder ein Wundspray können den Juckreiz und die Reizung durch Bisse von Bremsen oder Mückenstiche lindern.

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Zeckenbisse

Zecken sind blutsaugende Spinnentiere. Zecken verbreiten mehrere unterschiedliche Krankheiten, weswegen sie möglichst schnell von der Haut entfernt werden sollten. Da der sägezahnartige Saugrüssel der Zecke voll von Widerhaken ist, wird er leicht bei der Entfernung der Zecke in der Haut bleiben. Die Entfernung der Zecken ist am sichersten drehend oder ziehend am Wurzel des Saugrüssels mit einer für diesen Zweck vorgesehenen Pinzette. Das Drücken der Zecke sollte vermieden werden, damit sich die Mikroben von der Zecke nicht in das Tier eindringen. Nach der Entfernung der Zecke sollte man die Haut desinfizieren und eine antiseptische Wundsalbe oder ein Wundspray auf die Stichstelle auftragen. Eine lokale antiseptische Behandlung sollte man einige Tage weiterführen. Wenn die Bissstelle trotz allem gereizt ist oder sich entzündet, sollte man zum Tierarzt gehen.

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Nagelläsionen

Wenn das Tier lahmt oder seine Pfote stark leckt, sollte man die Nägel des Tieres kontrollieren. Nagelschäden sind sehr schmerzhaft und können stark bluten. Wenn ein Nagel bis zum Nagelbett reißt oder wenn der Fuß sehr schmerzhaft ist, sollte man das Tier immer zum Tierarzt bringen. Der Tierarzt untersucht den Nagel und entfernt den teils gerissenen Nagel, wenn nötig unter Narkose, gibt passende Pflegeanweisungen (Säuberung, Schutz, Leckhindernis) und Schmerzmedikation. Typischerweise wird das blanke Nagelbett am Anfang mit Wasser gespült sowie vorsichtig tupfend getrocknet, wenn nötig mit einer lokal antiseptischen Spülung behandelt, es wird Wundsalbe aufgetragen und das Nagelbett zum Schutz des Nagels verbunden. Der Schutz des Nagelbettes mit einer wasserlosen Wundsalbe verhindert die Infektion. Unbehandelt kann sich die Infektion auf das Knochen der Zehe verbreiten und damit das Risiko erhöhen, die Zehe zu verlieren.

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